Redaktioneller Hinweis: Allgemeine Information, Stand 9. September 2026. Keine Rechtsberatung. Übergänge, Ausnahmen und Einordnung sind für das jeweilige System qualifiziert zu prüfen.
Seit dem 2. August 2026 ist der AI Act grundsätzlich anwendbar. Nicht jede Anwendung ist hochriskant und nicht jedes Unternehmen erfüllt dieselbe Rolle. KI-Nutzung braucht aber eine belastbare Rollen-, Transparenz- und Governance-Struktur.
Der aktuelle Zeitplan
- Seit 2. Februar 2025: Bestimmte verbotene Praktiken und Vorgaben zur Unterstützung von KI-Kompetenz gelten.
- Seit 2. August 2025: Governance-Strukturen und Pflichten für Anbieter von General-Purpose-AI-Modellen wurden anwendbar.
- Seit 2. August 2026: Der AI Act gilt grundsätzlich; Transparenzpflichten des Artikels 50 erfassen bestimmte interaktive und generative Systeme.
- Ab 2. Dezember 2027 beziehungsweise 2. August 2028: Spezifische Hochrisiko-Regeln folgen abhängig von System und Einsatzbereich.
Rolle vor Pflichtenliste
Der AI Act unterscheidet unter anderem Anbieter und Betreiber beziehungsweise Deployers. Hinzu kommen weitere Akteure der Wertschöpfungskette. Ein Unternehmen kann je nach System mehrere Rollen haben. Wesentliche Änderungen oder ein neuer Zweck können die Einordnung beeinflussen.
Deshalb beginnt Umsetzung mit Systemliste, Rollenannahme, Einsatzkontext und Belegen. Bei Unsicherheit sollte qualifizierte Beratung die Einordnung bestätigen.
Ermitteln Sie zuerst Ihre tatsächlichen Systeme und Rollen.
Der Readiness-Check führt von den Tatsachen zu priorisierten nächsten Aufgaben.
Transparenz und KI-Kompetenz
Artikel 50 umfasst mehrere Situationen. Anbieter interaktiver KI müssen Systeme grundsätzlich so gestalten, dass natürliche Personen über die KI-Interaktion informiert werden, wenn dies nicht offensichtlich ist. Für generative Systeme bestehen Vorgaben zur maschinenlesbaren Kennzeichnung bestimmter Ausgaben.
Betreiber können eigene Hinweispflichten treffen – etwa bei Emotionserkennung, biometrischer Kategorisierung, Deepfakes oder bestimmten KI-generierten Veröffentlichungen zu öffentlichen Angelegenheiten ohne menschliche redaktionelle Kontrolle. Ausnahmen und Übergänge sind zu beachten.
Maßnahmen zur KI-Kompetenz sollten rollenbezogen sein. Ein Marketingteam benötigt anderes Wissen als Personen, die Bewerbungen bewerten, Systeme integrieren oder Freigaben erteilen. Inhalte, Zielgruppe, Teilnahme und Update-Termine bilden einen nachvollziehbaren Nachweis.
Was jetzt organisiert sein sollte
- KI-Inventar und Zwecke aktualisieren.
- Anbieter-, Betreiber- und weitere Rollen je System dokumentieren.
- Verbotene Praktiken, Hochrisiko-Nähe und Transparenzfälle unterscheiden.
- Rollenbezogene Kompetenzmaßnahmen planen und nachweisen.
- Hinweise, Kennzeichnungen und menschliche Kontrolle steuern.
- Datenschutz, Arbeitsrecht, Verbraucherschutz, Verträge und Sicherheit weiter beachten.
- Quellen, Entscheidungen, Freigaben und Vorfälle versioniert bündeln.
Warum ProcessBold Govern dafür gebraucht wird
Der Rechtsrahmen wird erst handhabbar, wenn Aufgaben am tatsächlichen System hängen. ProcessBold übersetzt allgemeine Themen in kundengesteuerte Fragen, Verantwortliche, Maßnahmen und Evidenz.
ProcessBold ist keine Rechtsberatung und vergibt kein Compliance-Siegel. Es schafft den Arbeitsstand, den Management, Fachbereiche und qualifizierte Berater für Entscheidungen benötigen.
Amtliche Quellen
- EU-Kommission: AI Act und Zeitplan
- EU-Kommission: KI-Kompetenz
- EU-Kommission: Transparenzleitlinien
- Verordnung (EU) 2024/1689
English summary / Resumen en español
EN: The AI Act generally applies from August 2026. Start with inventory, role, transparency, literacy and evidence. ES: La Ley de IA se aplica en general desde agosto de 2026. Empiece con inventario, función, transparencia, capacitación y evidencias.

